Pale Ale (Berliner Berg)

Berliner Berg

Berliner Berg: Dahinter verbirgt sich eine neue Craft-Brewery in Neukölln, die dank einer erfolgreichen Crowd-Funding Kampagne gerade kurz davor ist, so richtig durchzustarten.

Dass die Jungs sich schon vor der Inbetriebnahme einer eigenen Braustätte einen Namen gemacht haben, mag am intelligenten Umgang mit sozialen Medien und einer ausgeklügelten Marketing-Strategie liegen. Mit Sicherheit hat es aber auch viel mit dem angeheuerten Braumeister zu tun: Richie Hodges dürfte vor allem uns Münchnern ein Begriff sein. Der US-Amerikaner stand vor seiner Zeit bei Berliner Berg nämlich für die Crew Republic am Kessel. Wir haben uns in Berlin mit ein paar Bieren aus seiner Schmiede eingedeckt. Darunter das Pale Ale, welches heute dran glauben muss...

Optisch besticht das Pale Ale durch seine relativ helle, gold-gelbe Farbe. Recht trüb steht es im Glas, der Schaum ist stabil und feinporig. In der Nase geht es schön fruchtig zu mit den für ein American Pale Ale typischen Zitrus und Piniennoten. Vielleicht schwingt noch eine grasige Heunote mit, wenn auch ganz im Hintergrund. Trotzdem muss man sagen, dass einen der Obstkorb nicht erschlägt. Am Gaumen dominiert der Zitrus-Charakter kombiniert mit einer schönen Bittere.

Ausgeglichen wird das Ganze von einem soliden Malzkörper ("Maris Otter" fand den Weg in den Kessel). Die Bittere nimmt hinten am Gaumen noch mal etwas zu, was mir hier aber sehr gut gefällt.

Fazit: Wer ein amerikanisches Hopfenmassaker erwartet, das einem die Geschmacksknospen mit exorbitanten IBUs abtötet, wird hier enttäuscht. Aber darum geht es hier auch nicht: Das Pale Ale von "Berliner Berg" ist eine exzellent gemachte, deutsche Interpretation eines American Pale Ale und damit in Berlin bestens aufgehoben. In München übrigens auch, liebe Händler ;)

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IBU: 40

Alkohol: 5.5%

Hopfen: Cascade, Chinook, Mt. Hood

Malz: Maris Otter

Hefe: obergärig

Musik bei Verkostung: Little Feat (Waiting for Columbus)