5 kontroverse Biere

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Craftbeer bedeutet für viele von uns Handwerkskunst, Integrität, Liebe zum Produkt. Manchmal beinhaltet der Begriff aber auch das Austesten von Grenzen und den Hang zum Extremen. Egal, ob irrsinnig starke Imperial Stouts, bis ans Limit gehopfte IPAs oder an Essig erinnernde Sauerbiere – Craftbeer ist manchmal durchaus kontrovers. Genau deshalb wollen wir euch hier 5 extreme und kontroverse Biere vorstellen, die immer wieder für Gesprächsstoff sorgen:

1. Schlenkerla Märzen

Schlenkerla

Der Klassiker unter den Rauchbieren und auch als „flüssiger Schinken“ bekannt. Sein extrem rauchiges Aroma (erzielt durch den Einsatz von großen Mengen an Rauchmalz) macht dieses Bamberger Bier zu einem der kontroversesten überhaupt. Entweder man liebt es, oder man hasst es. Der Name kommt der Legende nach übrigens daher, dass der damalige Wirt nach einem Unfall mit einer Pferdekutsche einen Hüftschaden hatte und beim Gehen mit den Armen „schlenkerte“.

2. Duchesse de Bourgogne

Duchesse Bourgogne 2

Ein belgisches Sauerbier, dass eben nicht nur eine gewisse Balsamico-Säure aufweist, sondern auch eine cremige Süße. Belgisch süß-sauer sozusagen. Wer vorher noch nie mit belgischen Sauerbieren zu tun hatte, dürfte hier erstmal…irritiert sein. Mit etwas Übung wird die Duchesse aber zu einer wahren Offenbarung.

3. Schorschbock

Schorschbock

Das aktuell stärkste Bier der Welt mit ganzen 57% Alkohol. Ist das noch Bier? Ja, ist es. Trotzdem erinnert dieses Schwergewicht eher an Spirituosen und sollte mit größter Vorsicht genossen werden. Ausprobieren lohnt sich aber auf alle Fälle!

4. Boom Shakalaka

Boom Shakalaka Orca Brau

Ein Rauchbier mit Himbeeren und Habanero Chilis von Orcau Brau aus Nürnberg. Klingt verrückt, ist es auch. Felix vom Endt über seine Kreation: „Die Idee zum "boomshakalaka" kam durch eine Kochsendung, in der eine Kandidatin (Hobbyköchin) auf einen kleinen Löffel geräucherten Aal, Chili und Himbeeren packte. Der Juror (Roland Trettel) fand von Auge und Nase her diese Kombination mehr als ungewöhnlich und im Kopf auch nicht passend. Dann hat er es probiert und fand es mega geil.. da ist die Idee zum boomshakalaka entstanden. Ich liebe extreme und experimentelle Sachen, aber es sollte schon irgendwie einen Hintergrund haben, eine Geschichte und eine Idee der Kombination der Zutaten, die irgendwie auch „passen“ sollte.“ 

5. Dark Lord

Three Floyds Dark Lord Imperial Stout label

Dieses Imperial Stout von Three Floyds aus den USA ist nicht nur wegen seines hohen Alkoholgehalts und seiner an Motoröl erinnernden Textur extrem. Was dieses Bier wirklich besonders macht, ist seine Seltenheit: Der Dark Lord wird nämlich jedes Jahr nur an einem Tag im April in der Brauerei selbst verkauft, dem sogenannten Dark Lord Day. Manchen geht der Hype um den Dark Lord gehörig auf die Nerven, viele schwören darauf, dass es wesentlich bessere Imperial Stouts gibt, die leichter zu bekommen sind. Immerhin sorgt dieses Bier somit für ordentlich Gesprächsstoff.