5 Fragen an Open Your Mind Brewing

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1. Könntet ihr euch kurz vorstellen? Wer oder was steht hinter Open Your Mind Brewing?

Open Your Mind Brewing, das sind Andreas Englisch und Ferdinand Gutsch. Andi macht seine Ausbildung zum Brauer und Mälzer und Ferdi studiert Brauwesen und Getränketechnologie. Kennengelernt haben wir uns über die Zusammenarbeit in einem Craftbeer Shop. Die gemeinsame Begeisterung für extreme Craftbiere hat uns schnell zusammengebracht und es lag nahe das wir unsere eigenen Biere brauen wollten. Die Idee hinter Open Your Mind Brewing ist, den Leuten sowohl ausgefallene und extreme aber auch klassische Bierstile näher zu bringen.

2. Ihr habt unter anderem ein New England Pale Ale im Sortiment. Normalerweise hört man eher von NEIPAs, also New England IPAs. Warum habt ihr euch fürs Pale Ale entschieden?

Wir hatten bis dahin immer nur sehr starke Biere in unserem Sortiment zum Beispiel NE DIPA, Imperial Milk Stout oder ein Imperial India Red Ale. Wir dachten uns gerade im Sommer wäre auch mal ein etwas leichteres Bier nicht schlecht, also haben wir uns für ein NE Pale Ale als leichtere, fruchtige Alternative entschieden. Außerdem glauben wir, dass der „New England Style“ auch in anderen Bierstielen, außer IPA noch spannende Kreationen hervorbringen kann. 

3. Welche Bierstile darf man von euch in Zukunft noch erwarten, was sind eure Pläne für die nächsten Jahre?

Für den Anfang planen wir eine Reihe an Bieren im New England Style wie zum Beispiel unser Pale Ale, dass Ihr auf der Langen Nacht der Brauereien probieren konntet. Ab 2019 planen wir dann auch eine Reihe von klassischen Bieren, wie Helles, Pils oder Weizenbock. Zwischendurch wird es auf dem ein oder anderen Craftbeer Festival aber auch den ein oder anderen ausgefallenen Versuch zum Verkosten geben. Dafür wollen wir demnächst unsere Versuchsanlage fertig stellen.

4. Ihr seid relativ neu in der deutschen Craftbeer Szene. Warum glaubt ihr, dass gerade jetzt ein guter Zeitpunkt ist, sich als neue Craft-Brauerei zu etablieren?

Ob es jemals den richtigen Zeitpunkt gibt, sich mit einer Craft-Brauerei zu etablieren wissen wir nicht. Eine Neugründung birgt immer ein gewisses Risiko. Wir glauben aber, dass zwischen vielen guten Craft-Brauereien in Deutschland noch Platz für eine weitere ist.

5. Wo liegen eure stilistischen Vorbilder? Wenn man eure fruchtigen Milkshake IPAs so anschaut, fühlt man sich an bestimmte skandinavische und amerikanische Brauereien erinnert. Liegen wir da richtig?

Gerade bei den New England Style IPA’s zählen wir vorallem nordamerikanische Brauereien zu unseren Vorbildern davon ist einer der bekanntesten Vertreter „The Alchemist“ aus Vermont. Der Gründer und Brauer John Kimmich war mit seinem Heady Topper einer der Ersten, der fruchtbetonte, cloudy IPA’s braute.

Weitere bekanntere Brauereien aus der Gegend Neuengland sind Tree House, Trillium und Tired Hands.

Aber auch Warpigs von Mikkeller und Three Floyds aus Kopenhagen, sowie die englische Brauerei Cloudwater, die sich auch größtenteils auf extreme hazy IPA’s spezialisiert haben, sind uns eine Inspirationsquelle.

Für die außergewöhnlichen Bierstile ist besonders Omnipollo aus Schweden eines unserer Vorbilder, denen keine Komposition zu schräg ausfallen kann.

Außerdem besonders bei dunklen und kräftigen Imperial Stouts der „böse Zwilling“ Mikkellers, Evil Twin.

Wir sind aber auch inspiriert und begeistert von traditionellen Brauereien und zählen Brauereien wie zum Beispiel Mahrsbräu, Schönramer oder Gutmann zu unseren Vorbildern.