5 Fragen an Christian Lennartz zum Thema "Altbier"

Christian Lennartz

Wenn einer in Deutschland ein echter Craftbeer Revoluzzer ist, dann definitiv Christian Lennartz – besser bekannt als Lenny. Unter dem Namen "Lenny's Artisanal Ales" bringt der junge Berliner (ok, ursprünglich Mönchengladbacher) Bierkreationen auf den Markt, die man so eher selten bei uns bekommt. Smoked India Dark Ales, Cream Ales, Chocolate Cherry Porters – Lenny scheint vor keinem Experiment Angst zu haben, und das ist verdammt gut so.

Gelernt hat Lenny übrigens bei der altehrwürdigen Uerige Brauerei in Düsseldorf. Der Mann kennt sich also auch bestens mit Altbier aus und deshalb haben wir ihm fünf Fragen zu genau diesem Thema gestellt:

1. Was zeichnet ein richtig gutes Altbier aus? Es sollte eine gute Balance zwischen Malzigkeit und Hopfengeschmack bestehen, es sollte bräunlich in der Farbe und so süffig sein, dass man es von morgens beim Frühschoppen bis in die Nacht easy trinken und geniessen kann.

2. Was ist dein Lieblings Altbier – und warum? Schumacher 1838er, das Jubiläumsaltbier von der Brauerei Schumacher. Ein Alt gebraut mit amerikanischem Hopfen, sowie dem genialen Red X Malz. Eine Geschmacksbombe mit einem exotischen Touch, die man trotzdem den ganzen Abend geniessen kann. Mein Double Alt schmeckt mir aber auch sehr gut.

3. Kannst du uns etwas zur Geschichte des Altbieres sagen? Ein Altbier wird vergleichsweise recht frisch getrunken, daher stammt der Name „Alt“ also nicht von altem Bier, sondern von einem alten Bierstil, der so oder so ähnlich schon vor sehr langer Zeit gebraut wurde.

4. Was glaubst du: Warum hat sich das Alt nie international bzw. überregional wirklich durchgesetzt? Als „Ur"-Bierstil war das Alt schon sehr verbreitet, auch wenn es damals je nach Region teilweise andere Namen hatte. In den letzten 30 Jahren ist der Altbier Konsum sehr gesunken da sich viele der Altbierbrauereien verkauft haben und diese Marken von den neuen Besitzern nicht ordentlich gepflegt wurden. Daher gibt es viele Altbiere, die nicht mehr so schmecken, wie sie früher geschmeckt haben, bzw. wie sie schmecken sollten. Dennoch gibt es vor allem viele Hausbrauereien, die sich treu geblieben sind und fantastisches Bier brauen. Diese haben auch immer höhere Ausstoßzahlen, und erfreuen sich großer Beliebtheit. Ich mache jetzt mein eigenes Altbier, momentan erstmal eine Craft Single Hop Double Alt Serie (jeder neue Sud enthält eine andere Hopfensorte), die in Berlin und überregional angeboten werden soll!

5. Du kochst für Freunde und hast ausschließlich Altbier im Kühlschrank. Was servierst du zum Essen? Altbier reicht! Da muss nichts dazu! Und wenn’s doch was zu Essen sein soll, dann passt so einiges. Es muss nicht unbedingt die in der Altbierregion zu recht so beliebte Haxe oder das Mettbrötchen sein.

Mehr Infos zum Bierstil „Altbier“ gibt es natürlich bei uns! >>