Winterbiere

Was ist ein Winterbier?

Im Grunde handelt es sich beim Begriff „Winterbier“ nicht um einen eigenen Bierstil, sondern lediglich um eine umfassende Beschreibung von Bieren, die eher um die Weihnachtszeit herum getrunken werden. Genauso verhält es sich beim Begriff „Weihnachtsbier“. Auch hier geht es weniger um einen bestimmten Bierstil, als vielmehr um Biere, die in der Weihnachtszeit besonders beliebt sind.

Was zeichnet ein Winterbier aus?

Den meisten Winterbieren gemein ist die Tatsache, dass sie einen höheren Alkoholgehalt aufweisen (bis zu 13% vol. und mehr), als das durchschnittliche Sommerbier. Darüberhinaus wird der Fokus eher auf das Malz gelegt. Richtige Hopfenbomben, wie fruchtige IPAs, findet man doch eher in den wärmeren Monaten. Die Ausnahme bilden sehr starke Triple IPAs, die neben einer intensiven Hopfung auch durch viel Alkohol und einen mächtigen Malzkörper bestechen. 

Welche Bierstile sind in den Wintermonaten besonders beliebt?

Diese Frage ist recht leicht zu beantworten. Da der Fokus hier, wie schon erwähnt, auf süßlichem Malzcharakter und hohem Alkoholgehalt liegt, sind einige Bierstile prädestiniert für den Winter. Besonders zu erwähnen sind kräftige Bockbiere, tiefschwarze Stouts, röstige Porters, süßliche Barleywines oder schwere belgische Quadrupels. Beliebt sind natürlich auch fassgereifte Biere, wobei jeder der aufgeführten Bierstile auch in einer langen Fassreifung funktioniert.

Was ist ein Festbier?

Festbier ist kein Bierstil, sondern bezeichnet ganz einfach Biere, die zu besonderen Anlässen gebraut werden und in der Regel etwas stärker sind als der Durchschnitt. Die berühmtesten Vertreter sind die Oktoberfest-Märzenbiere. Trotzdem gehören auch Winter- und Weihnachtsbiere zur Kategorie Festbier.

Das Bierstacheln und der Eisbock

Zwei besonders originelle Herangehensweisen an das Winterbier sind das Bierstacheln und der Eisbock. Beim Bierstacheln wird ein Metallstab mit einem Holzgriff mit Hilfe eines kleinen Bunsenbrenners stark erhitzt und dann kurz ins kalte Bier eingetaucht. Das Resultat ist ein karamellisierter Restzucker und ein sehr cremiger Schaum. Besonders geeignet hierfür sind dunkle, malzbetonte Biere. 

Der Eisbock ist ähnlich simpel selbst herzustellen, jedoch mit einem ganz anderen Resultat. Hier wird ein schon recht starkes Bier eingefroren und dann langsam wieder angetaut. Nun wird das geschmolzene Bierkonzentrat gesammelt und das gefrorene Wasser entsorgt. Das Ergebnis ist ein sehr starkes Bier (der Eisbock), da die Alkoholkonzentration erhöht wurde.

Besondere Winterbiere

Jedes Jahr sammeln wir unsere 10 Favoriten unter den Winter- und Weihnachtsbieren. Auch wenn sich immer wieder alte Bekannte wiederfinden, die einfach zu gut sind, um nicht gelistet zu werden, kommen jedes Jahr neue, spannende Biere hinzu:

Winterbiere 2016