Läutern

Beim Läutern werden die ungelösten von den flüssigen Bestandteilen getrennt. Durch diesen Filterprozess entsteht die sogenannte Würze, oder auch Bierwürze. Hierfür muss die Maische in einen Läuterbottich überführt werden. Empfehlenswert für den Einstieg sind Läuterbottiche mit einem Einsatz. Hier gibt es unterschiedliche Lösungen. Beliebte Gerätschaften sind die Läuterhexe oder der Strainbuddy. Beide sind in Kombination mit dem passenden Läutergefäß zu verwenden und bei gut sortierten Hobbybrauversand-Shops erhältlich. Doch auch ohne zusätzliche Hilfsmittel ist das Läutern möglich. Das folgende Beispiel zeigt, wie dies nur mit HIlfe der Schwerkraft gelingt.

Praktisches Beispiel: Läutern

Wurde die Maische in den Läuterbottich gegeben, muss sie 10 bis 20 Minuten ruhen.
 Durch das Ruhen setzen sich die festen Bestandteile (Treber) ab. Daraus entsteht ein Sediment, das als Filterbett den Filtrationseffekt ermöglicht. Über einen Läuterschlauch (Siphon) wird nun die Würze vorsichtig abgelassen. Der erste Würzefluss beinhaltet einen trüben Vorlauf, der langsam zurück in den Läuterbottich gegossen werden sollte.
Bei diesem Schritt ist darauf zu achten, dass das Sediment (Treberkuchen) nicht durch zu hastiges Eingießen zerstört wird. Der Filtrationseffekt würde nicht mehr funktionieren.

Treber

Nach dem Läutern bleibt der Treber zurück


Ist die Vorderwürze klar und frei von Treber, kann sie in den Braukessel geleitet werden (hierbei ist ein Vorlauf von bis zu 4 Litern bei 20 Litern Maische nicht unüblich). Ist die Würze fast vollständig durchgelaufen, muss nun der sogenannte Nachguss aufgebracht werden. Der Nachguss sorgt dafür, dass die noch im Treber enthaltenen Rest-Extraktstoffe ausgeschwemmt werden und der Zuckergehalt der Würze wird durch die Verdünnung reduziert. Für den Nachguss muss Wasser auf 75 – 80 °C vorgeheizt werden. Die Menge des Wassers richtet sich nach der Menge der Malzschüttung. Während auch hier der Rezeptur zu folgen ist, lässt sich als Grundregel festhalten, dass für helle Biere pro kg Schüttung 3 Liter Wasser zu verwenden sind und für dunkle Biere 4 Liter pro kg Schüttung. Eine Temperatur von über 80 °C ist unbedingt zu vermeiden. Kurz bevor die letzte Würze durch den Treberkuchen gesickert ist, muss der Nachguss portionsweise in den Läuterbottich gegeben werden (dieser Prozess wird auch als Anschwänzen bezeichnet). Auch hierbei ist darauf zu achten, dass der Nachguss nicht den Treberkuchen verletzt. Ist der Läutervorgang abgeschlossen, kann es ans Würzekochen gehen.

Nächster Schritt: Würzekochen >>