Hefegabe und Hauptgärung

Noch ist dein Produkt kein Bier. Nun heißt es, ab mit der gekühlten Würze in ein desinfiziertes Gärgefäß und die Hefe hinzugeben. Achte vor der Hefegabe darauf, dass die Würze gut belüftet wurde (ein paar mal hin- und herschütten eignet sich hierfür hervorragend). Hefe benötigt Sauerstoff, um den Zucker in Alkohol und CO2 umzuwandeln, deswegen ist das Belüften extrem wichtig.
Bei Bierhefe gibt es zwei Arten: Flüssig- und Trockenhefe. Auch wenn beide bei richtiger Anwendung gut funktionieren, empfehlen wir erfahrungsgemäß die flüssige Variante.

Bevor die Hefe in die Würze kommt, muss sie jedoch „angestellt“ werden. Bei Trockenhefe funktioniert das in der Regel über die Vermengung mit Wasser und etwas Zucker, bei Flüssighefe ist in das Päckchen meist ein Mechanismus eingebaut, der durch einen Schlag auf die Verpackung ein Aufblähen des Tütchens auslöst. Ist die Verpackung komplett aufgebläht, ist die Hefe angestellt. Unbedingt die Bedienungsanleitung beachten!

Gärgefäß mit Gärspund

Gärgefäß mit Gärspund

Habt ihr die angestellte Hefe zur Würze gegeben, muss das Gärgefäß fest verschlossen werden und je nach Rezept und Hefeart gelagert werden (v.a. die Temperaturangaben beachten). Die meisten Gäreimer sind mit einem sogenannten Gärspund ausgestattet. Wenn es hier ordentlich blubbert, kann man sich entspannt zurücklehnen: Die Hefe arbeitet. Sollte das Blubbern ausbleiben, kann das daran liegen, dass die Hefe inaktiv ist. Eine erneute Hefegabe kann hier nötig sein. In der Regel kann das fertige Bier nach 7-10 Tagen (je nach Rezept) abgefüllt werden.

Nächster Schritt: Abfüllen >>