Bier selber brauen

cbr illus retuschiert 14

Wer sein eigenes Bier brauen will, hat zuallererst mal eine gute Entscheidung getroffen. Bier (Craft Beer) selber zu machen bedeutet, einen alten Brauch wiederzuerwecken und wiederzuentdecken, der im Laufe der Industrialisierung zwar nicht verloren, aber dennoch fast in Vergessenheit geraten ist. Erst in den 1970ern begann in den USA eine regelrechte Hobby-Brau-Welle, mit der auch die Entstehung der ersten Micro-Breweries einherging. Hobbybrauen und Craftbeer sind zwei Phänomene, die sozusagen Hand in Hand einhergingen. Auch in Deutschland begeistern sich immer mehr Menschen für das Selber-Brauen. Egal ob in der Küche, mit einfachsten Mitteln oder auf semi-proffesionellen Anlagen – Hobbybrauen ist für viele Bier-Liebhaber zum Pflichtprogramm geworden und bereichert die Bierlandschaft ungemein.

Die Bier-Sortimente industrieller Brauereien lassen den Bezug zu einem Produkt verschwinden, das wie kein anderes Lebensmittel von Tradition und Brauch geprägt ist. Bier selber brauen ist Erfahrung mit Ursprung und Qualität und mit sich selbst. Mach Deine persönliche Revolution gegen industriell gefertigtes Bier, und teile Deine Erfahrungen mit uns!

Bevor du startest, solltest du dir einen gewissen Grundstock an Equipment und Zutaten besorgen. Hier ein paar Tipps für die Einkaufsliste:

  • Ein Topf zum Einmaischen und Würzekochen (handelsübliche Einkochtöpfe mit oder ohne Hahn oder Edelmetalltöpfe eignen sich perfekt)
  • Einen Läuterbottich mit Filterfunktion
  • Ein Maischepaddel (zur Not tut es auch ein großer Kochlöffel)
  • Eine Malzmühle (falls du ungeschrotetes Malz verwenden möchtest)
  • Einen Würzekühler
  • Einen Silikonschlauch (idealerweise mit Pumpfunktion)
  • Desinfektionsmittel
  • Je nach Rezept: Hopfen, Malz und Hefe
  • Leere Flaschen (für den Start empfiehlt sich der Bügelverschluss)
  • Einen Gäreimer mit Gärspund und Auslaufhahn

Sobald du alle Gerätschaften und Rohstoffe besorgt hast, kann es losgehen. Welche Schritte nun im Einzelnen durchzuführen sind und was du dabei beachten musst, erfährst du hier:

1. Einmaischen >>

Der erste Schritt im Brauprozess. Beim Einmaischen wird Braumalz in Wasser erwärmt, wobei fest definierten Temperaturstufen (Rasten) gehalten werden, um bestimmte Enzyme zu aktivieren. Der so gewonnene Zucker dient später als Basis und Nahrung für die Arbeit der Hefe.

2. Läutern >>

Beim Läutern werden feste von flüssigen Bestandteilen getrennt. Hierfür eignen sich verschiedene Filtermethoden, das Ergebnis ist die sogenannte Bierwürze.

3. Würzekochen >>

Anders als beim Einmaischen, wird die Würze nun wirklich stark erhitzt. In diesem Schritt wird der Hopfen hinzugegeben und je nach Rezept unterschiedlich lang mitgekocht.

4. Whirlpool und Würzekühlung >>

Zwei wichtige Schritte, um die Würze von festen Bestandteilen (hauptsächlich Hopfenreste) zu trennen und die richtige Temperatur für die Hefe zu erreichen.

5. Hefegabe und Hauptgärung >>

Ohne Hefe kein Alkohol und kein CO2. Deshalb wird die gekühlte Würze mit ober- oder untergäriger Hefe versehen.

6. Abfüllen und Nachgärung >>

Der letzte Schritt im Brauprozess: das vergorene Jungbier wird in Flaschen abgefüllt und reift nach.

 

Rezepte zum Bier brauen

Rezepte sind für den Brauer unerlässlich. Auch wenn mit verschiedenen Zutaten und Mengenverhältnissen experimentiert werden kann, bieten Bier-Rezepte eine hervorragende Orientierungshilfe, um beim eigenen Bier eine konstante Qualität halten zu können.

>> IPA-Rezept zum selber brauen

>> Porter-Rezept zum selber brauen

>> weitere Rezepte findet ihr beim Maischemacher